Traum-Yoga, Lehre zum Bardo Thödol und Amitayus- oder Medizin-Buddha-Einweihung

Sommerprogramm in Blye mit Khenpo Karma Wangyel

4.–11. Juli 2026: Traum-Yoga – Lehre und Praxis Voraussetzung: Eine Einweihung in die 100 friedvollen und zornvollen Gottheiten (jeglicher Linie). Alternativ genügt auch eine Einweihung in ein inneres Tantra (Anuyoga). Grundlage ist der Text von Sangye Lingpa aus dem Lama Gongdü “Unterweisungen um Träume als Pfad zu nehmen”, in den Khenpola bereits im vergangenen Jahre eine erste Einführung gegeben hat. Teilnahme in Blye oder online möglich.

Warum Traum-Yoga?

Gewöhnliche Menschen tragen den Stress, die Emotionen und Gedanken des Tages in den Schlaf. In ihren Träumen halten sie den egoistischen Griff aufrecht, der die Kleshas (störende Emotionen) nährt – ein Kreislauf, der uns fortlaufend in der leidhaften Existenz einbindet. Traum-Yoga zielt darauf ab, auch im Schlaf Klarheit, Präsenz und meditative Bewusstheit zu bewahren. Dies ermöglicht Praktizierenden in den Traumzuständen bewusst zu bleiben („luzides Träumen“) und somit diese Erfahrung zu nutzen, um Samadhi zu stabilisieren.

Im Retreat erhalten wir die Übertragung und Anleitung, um diese Praxis auszuführen – mit Unterstützung durch Khenpo Karma Wangyal.

13.–20. Juli 2026: Lehre zum Bardo Thödol Offen für alle – Teilnahme in Blye oder online möglich.

Khenpo Karma Wangyel wird sich bei seinen Unterweisungen auf das tibetische Totenbuch, Bardo Thödöl, deutsch: ‚Befreiung durch Hören im Zwischenzustand‘ von Padmasambhava stützen. Es handelt sich um einen sehr bekannten Textzyklus, der von Karma Lingpa im 14. Jahrhundert entdeckt wurde. Die Texte beschreiben den Prozess der Auflösung im Moment des Todes, das Aufkommen des klaren Lichtes, das Erscheinen der friedvollen und zornvollen Gottheiten während des Bardos der absoluten Realität. Letztlich wird ebenfalls das Umherirren des Individuums im Bardo des Werdens vor seiner Wiedergeburt geschildert.

Bardo bedeutet wörtlich „Zwischenzustand“. Die Erfahrung von Individuen setzt sich aus aufeinander folgenden Zuständen der relativen Existenz zusammen, die sich nach den jeweils unterschiedlichen Bewusstseinszuständen richten. Allgemein unterscheidet man zwischen sechs Bardos oder Zwischenzuständen: das Bardo der Existenz, das Bardo des Traums, das Bardo der Meditation und die drei Bardos, die Tod und Wiedergeburt betreffen: das Bardo des Todes, das Bardo der absoluten Natur der Phänomene, bzw. der Dharmata und das Bardo des Werdens.

Alle drei großen Phasen des Lebens und des Todes bieten die außergewöhnliche Möglichkeit zur spirituellen Befreiung. Sowohl im Leben als auch beim Tod, während der Meditation, im Schlaf und im Traum schreiten wir durch diese besonderen Zustände des Bardos, bzw. Übergangszustandes. Diese Zustände bieten alle auch die Möglichkeit, Begrenzungen, Frustration und Existenzängste zu überwinden.

21. Juli 2026: Amitayus- oder Medizin-Buddha-Einweihung

Nähere Beschreibung folgt noch vom französischen Sangha.

Anmeldung: yeshekhorlopemayangdzong@gmail.com

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